Programm

Ab jetzt findet ihr hier das Programm und die Ankündigungstexte:

Programm

 

Ankündigungstexte:

Erfolgreich Organisieren und Strukturen schützen

Egal ob Jugendantifa oder etablierte Gruppe – ein paar Basics im politischen Alltag bleiben immer wichtig. Der erste Teil des Workshops beschäftigt sich mit generellen Fragen der Organisierung in Gruppen wie z.B. Aufbau oder inhaltliche Ausrichtung. Im zweiten Teil geht es um den Schutz von bestehenden oder gerade neu aufgebauten Strukturen. Hierbei stehen vor allem Verhaltensstrategien und Datenschutz (pgp, Jabber, etc.) im Vordergrund.

Im Anschluss an den Vortrag ist Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch.

Podiumsdiskussion zum NSU-Komplex

Kann die hessische Antifa den Komplex zum Thema machen? Warum ist geschieht das bisher so wenig? Welche Unterstützung wünschen wir uns als NSU-Watch? Was finden wir an dem Ausschuss wichtig bzw. wie schätzen wir ihn ein? Wie sieht das der Rest der Linken und warum finden wir trotzdem, dass sich die Arbeit lohnt? Podiumsdisukssion mit Vertreter*innen von NSU-Watch Hessen, NSU-Watch NRW und Vertreter*innen der Initiative Keuptstrasse

Technikworkshop

Twitterriot, Facebooksquatting & Jabberplenum – Stehen Aktivist_innen alternativlos vor den technischen Entwicklungen der letzten 20 jahren? Nach einem kleinen historischen Abriss wollen wir gemeinsam mit Euch die Vor- und Nachteile des Internets und der modernen Kommunikationstechnologien diskutieren. Irgendwo zwischen “Computerstaat” wie von “Abwärts” 1980(!) besungen und Socialmediamassenmobi scheinen es sich alle bequem gemacht zu haben. Und was ist überhaupt mit diesen Smartphones?! Wir freuen uns mit euch über den digitalisiertenen Alltag zu reden. Vielleicht finden wir gemeinsam ein paar emanzipatorische Nischen im coroprate web. Natürlich wollen wir euch auch Grundlagen und Tipps vermitteln wie ihr (verhältnissmässig) sicher kommunizieren und surfen könnt im Jahr zwei nach Snowden.

Anarchosyndikalismus an der Fulda – Die Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) in Kassel und im Widerstand gegen Nationalsozialismus und Faschismus
Vortrag mit Jürgen Mümken

„Ich ging damals zur syndikalistischen Gewerkschaftsorganisation, da ich hier die Freiheit am stärksten ausgeprägt fand gegen jeden Zwang, Unterdrückung und Despotie. Sie trat nicht ein für eine anonyme politische Freiheit, wie sie allgemein im staats- und parteipolitischen Leben zum Ausdruck kam, sondern für die Freiheit der Persönlichkeit, in der der Mensch seine ureigensten Rechte im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben mit seiner gewerkschaftlichen Organisationskraft zur Geltung bringen konnte.“

Willi Paul (FAUD Kassel)

Die Kasseler Ortsgruppe der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) war eine kleine Gruppe, die über keine bedeutetende Verankerung in der Kasseler ArbeiterInnenbewegung verfügte. Trotzdem gelang es ihr gegen Ende der Weimarer Republik erheblichen Einfluss auf die Erwerbslosenbewegung in Kassel zu erlangen. Sie beteiligte sich am antifaschistischen Kampf in der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus. Innerhalb der illegalen Struktur der FAUD des Jahres 1933 spielte Kasseler FAUD-Mitglieder eine wichtige Rolle. Willi Paul und Fred Schröder von der Kasseler FAUD kämpften auch in Spanien gegen Franco. Alle Mitglieder der Kasseler FAUD waren Opfer der nationalsozialistischen Repression und/oder gingen ins Exil.

In dem Vortrag von Jürgen Mümken wird die Geschichte und die Kämpfe der Kasseler Ortsgruppe nachgezeichnet, dabei wird der Schwerpunkt auf dem antifaschistischen Kampf liegen.

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen!“ Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel Vortrag und Diskussion mit Jürgen Mümken

Eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft kann nur dann erreicht werden, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeindschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird.

In dem Vortrag wird es ein Ritt durch die Geschichte anarchistischer Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel geben: von anarchistischen Antisemiten und die anarchistischer Auseinandersetzung mit Antisemitismus, von der Dreyfus-Affäre in Frankreich über die antijüdischen Pogrome in Russland zur Shoah, von einem anarchistischen Zionismus über die Kibbuz-Bewegung zum Staat Israel, von Martin Bubers Bi-Nationalismus über eine anarchistische Pro-Israel-Haltung zu „Anarchist against the wall“. Es gab und gibt nicht die anarchistische Position zum Zionismus und zur Gründung des Staates Israel. Jürgen Mümken stellt in seinem Vortrag die verschiedenen Positionen in ihrem jeweiligen Zeitkontext dar.

Homophobie und Sexismus in Männerbünden

– Bündnis gegen Burschentage

“Die meisten Studentenverbindungen sind Männerbünde. Ihre moderne Form entstand zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts, als der einheitliche Nationalstaat und die bürgerliche (Geschlechter-)Ordnung durchgesetzt wurden.
Wehrhaftigkeit, Mut, Aufopferungsbereitschaft für das nationale Kollektiv und nicht zuletzt Triebbeherrschung und Unterordnung – Studentenverbindungen hatten immer eine ziemlich genaue Vorstellung davon,wie Männlichkeit zu sein habe und wozu Männer bereit sein müssten. Dies ist jedoch nur durch den Ausschluss von Weiblichkeit und der Abwertung von weiblichen Attributen zu haben: Homophobie und Sexismus stellen daher zwei Kernbestandteile männerbündischer Idealvorstellung dar.
Im Vortrag soll eine einführende Annäherung an die politischen und psychologischen Grundlagen des Männerbundes vorgenommen und dieser in einen gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden.”

Voll extrem?! Das Scheitern der Weimarer Republik

Oder: Wie uns Franz L. Neumanns Überlegungen helfen können, das Scheitern von Weimar zu verstehen und die Extremismusformel zu kritisieren.

In diesem Vortrag soll anhand der scharfsinnigen materialistischen Kritik des linkssozialistischen Rechtsanwaltes aus jüdischem Elternhaus Franz Leopold Neumann (1900 – 1954) verdeutlicht werden, warum die Extremismusformel nicht nur für die Analyse der Gegenwart, sondern auch mit Blick auf historische Ereignisse vollkommen verkürzt ist: So zum Beispiel, wenn der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) im Jahr 2014 auf der Gedenkveranstaltung zum 9. November davon spricht, dass „eine Lehre aus diesem dunklen Kapitel der Deutschen Geschichte [gemeint ist der Nationalsozialismus, Anm. d. Verf.]“ sei, dass „der Extremismus“ zu bekämpfen ist.
Im ersten Teil des Vortrags wird aufgezeigt, wie die Ideologie der Extremismusformel dazu beiträgt, die Erinnerung an die Weimarer Republik antikommunistisch zu wenden. Diesem Geschichtsrevisionismus will ich die Ideen Neumanns im zweiten Teil gegenüber stellen. Anhand seiner Kapitalismus- und Ideologiekritik verweise ich auf das Potenzial einer materialistischen Kritik, die sich mit dem Scheitern der Weimarer Republik und dem Aufstieg des Nationalsozialismus beschäftigt.
Der Vortrag dauert etwa eine Stunde.

Kampf um Kobane, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens

– Ismail Küpeli

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure auf die eine oder andere Weise involviert sind. Kobanê wird weiterhin die politischen Ereignisse in der Region prägen – sowohl den „Friedensprozess“ zwischen der Türkei und der PKK als auch den Bürgerkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen – wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung. Anders gesagt: Lässt sich eine basisdemokratische Gesellschaft durch Krieg verteidigen oder ist eine militärische Auseinandersetzung der Tod für jegliches emanzipatorische Projekt?

Ismail Küpeli, Herausgeber des Sammelbands „Kampf um Kobane, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens“, wird die Beiträge über die Situation in Rojava, die politische Lage in der Türkei, den blutigen Bürgerkrieg in Syrien und den „Islamischen Staat“ darstellen und die Überlegungen der AutorInnen zur Diskussion stellen.

Marx und Marxismus

Karl Marx gilt bis heute als wichtiger theoretischer Denker der radikalen Linken. Dabei herrscht jedoch keinesfalls Einigkeit darüber, was Marx denn nun eigentlich wollte bzw. was genau er kritisiert hat. Es hat sich dabei herausgestellt, dass der Marxismus nicht automatisch identisch ist mit dem, was Marx selber vertreten hat. Wir wollen uns in diesem Workshop einen Überblick über zentrale Annahmen des traditionellen Marxismus verschaffen und diese auf ihre Bedeutung für heutige linke Debatten untersuchen.

Einführung ins Marx’sche Kapital

Das „Kapital“ ist das zentrale Werk der marx’schen Kapitalismuskritik. Hier hat er versucht, eine systematische Kritik der kapitalistischen Gesellschaft und eine Kritik der traditionellen ökonomischen Theorien zu liefern. Wir wollen uns in diesem Workshop dem Argumentationsgang im Kapital annähern und einige erste Begriffe seiner Theorie entfalten.

Hat hier grade jemand Spaltung gesagt?

Kritik an linker Theorie und Praxis ist gerade innerhalb linker Zusammenhänge immer ganz beliebt. Die vielen, oft mit harten Bandagen geführten Auseinandersetzungen haben dabei ihre Ursache nicht selten in einer Abgrenzung vom traditionellen Marxismus. Wenn wir uns die Gründungsmythen von Kritischer Theorie und Poststrukturalismus vor Augen

führen, dann entwirren sich auch die vielen Diskussionen zwischen Antideutschen und Critical Whiteness-Aktivist*innen und Queers, zwischen Operaist*innen und Wertkritiker*innen etc. Zu dieser Entwirrung soll dieser Workshop einen Beitrag leisten.

Sozialpsychologie des Nationalismus/ Nation und Nationalismus

Der Erfolg einer deutschen Ideologie Seit einigen Jahren ist er in Deutschland wieder unübersehbar virulent. Vom Plattenbau bis ins Feuilleton wird er reproduziert, ob nun im Kontext der Fußballgroßereignisse oder manifest in der Pogromstimmung um Pegida und Co. Der deutsche Nationalismus. Klar, er war nie weg, doch lange hatte er nicht solch eine Selbstsicherheit und politische Relevanz wie heute. Das erstaunliche am deutschen Nationalismus ist hierbei, dass er, von seinen Vertreter*innen, nicht einfach als politisches Programm verstanden, sondern als Ausdruck ihrer ureigensten Herzensangelegenheit verklärt wird. Wo kommt es her, das dumpfe Grollen des Chauvinismus, in dem das verkaufen des sogenannten „Wir-Gefühls“ nicht zur Solidarität, sondern zu Ausgrenzung und autoritärem Gehorsam führt? Die Hintergründe seiner Durchschlagskraft argumentiert der Nationalismus selbst als historische, Eine Ideologiekritische Analyse der deutschen Nationalgeschichte deckt die Geschichte eines 200 Jahre alten kollektiven Wahns auf, der immer wieder der Barbarei Tür und Tor öffnete, zum schrecklichsten Verbrechen führte und doch einer der größten Ideologieexporte der Welt zu sein scheint, dessen völkischen Kategorien überall Anhänger*innen fand. Der deutsche Nationalismus kann nicht ohne den, ihm inhärenten, Antisemitismus gedacht werden. Ob offenkundig oder chiffriert in der Hetze gegen das Moderne, die „Lügenpresse“ oder gegen „die da oben“, es eint nicht die Solidarität untereinander, sondern die Feindschaft gegen das Nichtidentische, Pogromhetze und Vernichtungsfantasien. Der Referent Klaus Kartoffelpüree beleuchtet mit Schlaglichtern die Geschichte des deutschen Nationalismus, um auf dessen Wahnhaftigkeit und daraus resultierenden Gefahren hinzuweisen.

Perspektive antirassistischer Arbeit Diskussionsveranstaltung mit Rassismus Tötet Giessen

Vielerorts gibt es zwischen antirassistischen und antifaschistischen Strukturen kaum Überscheidungen. Es wird nebeneinander, aber selten miteinander agiert. Was sind die Gründe warum beides nicht zusammen gedacht wird?
Wieso wird kritisiert wenn Antira-Gruppen, Bündnisse mit bürgerlichen Parteien oder kirchlichen Einrichtungen eingehen und wieso ist es aber Ok mit diesen beispielsweise gegen einen Naziaufmarsch zu mobilisieren? Was sind die Perspektiven wenn es um Inhalte der radikalen Linken geht?

Wie können Antirassistische zusammenhänge einen Umgang mit dem Widerspruch zwischen ihrer theoretischen Kritik und ihrer Praxis finden?

Bei der Veranstaltung soll versucht werden diese Widersprüche zu benennen und einen Umgang damit zu formulieren. Außerdem soll diskutieren werden, ob und wenn ja, wie diese Trennung zwischen antirassistischer und antifaschistischer Arbeit überwunden werden kann.

Zur Naziszene in Hessen – Überblick und Update

Ein Abriss zur momentanen Situation in Hessen mit lokalen Schwerpunkten.

Grauzone – Wir vs Ihr

Allwöchentlich finden auf Grillhüten oder in Clubs Onkelz- oder Deutschrockpartys statt. Diese rechte Erlebniswelt will sich als nicht politisch verstanden wissen. Die Entpolitisierung soll über eine bloße distanzieren vollzogen sein. Dabei werden aber ausgrenzende Weltbilder reproduziert und zelebriert. Demnach ist nicht nur der Kontakt zu (Ex-)Neonazis problematisch; Sexismus, Homophobie und Nationalismus werden als Empfindungen deklariert, um auf eine Kritik überhaupt nicht eingehen zu müssen. Die Protagonist*innen verstehen sich als Rebellen gegen eine Gesellschaft, in der sie sich als Außenseiter sehen. Eine Rebellion findet aber nicht im geringsten statt, im Gegenteil die Bürgerlichen Verhältnisse werden nicht infrage gestellt, von einem Gegenkonzept ganz zu schweigen.

Am Beispiel der mittelhessischen Szene soll verdeutlicht werden das es sich hier bei um eine rechte Erlebniswelt handelt an der mehr zu kritisieren ist als ein „Kontaktschuld“ zu Neonazis.

Antifa und Männlichkeit

Was ist überhaupt Männlichkeit? Was macht Antifa-Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in der Antifa Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung der Antifa-Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand.

Wir reden über Symbole und Idole, um Tücken der alltäglichen Antifa-Arbeit, samt Heldentum und Revierverhalten. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Antifa ist zu wichtig, als es nur bei Kritik zu belassen. Dieser Workshop ist frei für alle Geschlechter.

Project Shelter

Wir wollen ein selbstverwaltetes Zentrum eröffnen, in dem Migrant*innen in Frankfurt/M Schutz gewährleistet und Orientierungshilfe angeboten werden kann. Zusammen mit obdachlosen Migrant*innen entstand die Idee eines selbstverwalteten Zentrums, in dem Unterbringungs-, Informations- und Kulturangebote für Migrant*innen gebündelt werden sollen: Das „Project Shelter“! Ein Ort, an dem Menschen erst einmal richtig in Frankfurt ankommen können und anschließend die Möglichkeit bekommen, selbstbestimmt in ihr neues Leben zu starten. Diesen Ort kreieren wir gemeinsam mit den Betroffenen, da das Projekt sich an ihren Bedürfnissen und Wünsche orientieren soll

Fantifa/ Frauen*space

Was hat Geschlecht mit unserer Organisation und politischen Praxis zu tun? Warum gab es Fantifagruppen? Sind sie heute überflüssig? Welche Rolle spielt für uns unsere Identität als Frauen* in unserer Politik? Diesen und weiteren Fragen wollen wir gemeinsam andiskutieren und Lösungsansätze finden, wie wir einer antisexistischen Perspektive antifaschistischer Politik näher kommen.

Extreme Rechte und Gender

Der Einbezug der Kategorie Geschlecht in die Analyse der extremen Rechten ist kein neuer Zugang, aber doch ein seltener. So kommt es vor, dass Frauen und Mädchen immer noch oftmals übersehen werden. Das Bild der friedfertigen Frau bestimmt die Wahrnehmung von Frauen in Bezug auf das politische Engagement in der extremen Rechten. Sie werden eher als ‚Freundin von‘ gesehen, als als Trägerin einer politischen Einstellung. Auch die Frage, was extreme Rechte Ideologien für Männer bereithalten und inwiefern die angebotenen Männlichkeiten ein attraktives Angebt darstellen, bietet ein großes Erkenntnispotenzial.

In diesem Workshop soll ein Einblick in die Analyse unter geschlechtersensibler Perspektive gegeben werden. Nicht zu letzt sollen Brücken zu unsere politischen Praxis geschlagen werden.

Scheiß Drecksnest- Nazis in ländlichen Räumen und antifaschistische Strategien

Ländliche Räume sind für Nazis Rückzugsräume, man kann ganze Landstriche als rechte Lebenswelten beschreiben. Sie sind in vielen Fällen in die Gemeinschaft des Dorfes gut integriert und bei Übergriffen sind die Täter_innen meist näher als die Opfer. Gleichzeitig brechen die wenigen Freiräume durch die sich ausbreitende Grauzone weg und Dörfer werden für linke Jugendliche immer weniger attraktiv, sofern sie das jemals waren.

Mit der Eröffnung von Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete besonders in kleinen Ortschaften sind wir als Antifaschist_innen jedoch mehr denn je gezwungen, uns mit dem Problem auseinanderzusetzen. Mit wem können wir dort arbeiten? Und mit welchen Zugeständnissen?
Nach einem kurzen Input zu Nazis in ländlichen Räumen soll der Workshop durch offene Diskussion zu den angesprochenen Punkten gestaltet werden. Es geht nicht um ein Lösungskonzept, sondern gemeinsam ins Denken zu kommen.

Organisierung entlang von Alltagskämpfen

Wir wollen unsere Organisierungserfahrungen mit Menschen die Kämpfe gegen ihre Chefs, Vermieter oder Behörden führen diskutieren. In einem ersten Schritt stellen wir einige unserer politischen
Prinzipien vor, durch die wir langfristig den Aufbau solidarischer Strukturen der Selbstverwaltung erreichen wollen. Im zweiten Schritt geht es um die konkreten Methoden, Herausforderungen und Probleme unserer täglichen Arbeit. Im dritten Schritt wollen wir gemeinsam debattieren, ob unsere Prinzipien sinnvoll sind und ob sie in unserer Praxis angemessen umgesetzt werden.